Internationale Studenten in Oberkochen

May 17, 2016 Julia Gentner

Neil ist Praktikant im Bereich Konzernfunktion Kommunikation

Neil ist Praktikant im Bereich Konzernfunktion Kommunikation

Neil aus England gibt uns einen Einblick in sein Auslandspraktikum bei ZEISS in Deutschland

Hallo Neil,

vielen Dank dafür, dass Du Dir die Zeit für ein Interview genommen hast.

Uns interessiert vor allem, warum Du dich ausgerechnet für ein Praktikum bei ZEISS in Deutschland entschieden hast?

ZEISS ist ein sehr interessantes und besonderes Unternehmen mit einer langen Firmengeschichte. ZEISS steht für innovative Produkte und ein breites Portfolio in der Optik und Optoelektronik – von Brillengläsern, über Kameraobjektive bis hin zu Koordinatenmessmaschinen. Deshalb bin ich sehr glücklich, ZEISS als Arbeitgeber kennenzulernen. Es freut mich besonders, dass ich mein Praktikum in einem, für ZEISS, historischen Jahr absolviere. 2016 feiert das Unternehmen den 200. Geburtstag seines Gründers Carl Zeiss.

Erzähle uns etwas über Dich, wie alt bist Du, woher kommst Du und was studierst Du in England?

Ich bin 20 Jahre alt und komme ursprünglich aus Abingdon in England – eine Stadt an der Themse, südlich von Oxford. Mein Studium absolviere ich allerdings weiter südlich in Bath an der Bath Universität. Bath ist ein wenig wie Aalen, eine bekannte romanische Kleinstadt. Deshalb habe ich mich von Anfang an in Aalen fast wie zuhause gefühlt.

An der Bath Universität studiere ich seit einigen Jahren Internationales Management und Deutsch. Dabei haben wir die Hälfte der Vorlesungen im Bereich Internationales Management und in der anderen Hälfte lernen wir die deutsche Sprache und die Betriebswirtschaftslehre im deutschen Raum kennen.

Außerhalb der Arbeit bin ich begeisterter Amateurkünstler und Fußball-Enthusiast. Diese Woche hat es auch hier dank gutem Wetter endlich geklappt, draußen Betriebsfußball zu spielen und mit meinen zwei Eigentoren bin ich denke ich Rekordhalter.

Neil ist Praktikant im Bereich Konzernfunktion Kommunikation
Bereits seit sechs Monaten arbeitet Neil als Praktikant innerhalb der Konzernfunktion Kommunikation in Oberkochen.

 

Seit wann bist Du schon in Deutschland? Und wie lange geht Dein Praktikum noch?

Ich bin nun schon seit sechs Monaten hier in Deutschland. Ende August 2016 geht mein Praktikum zu Ende, danach geht es für mich erst mal wieder zurück nach England – leider, denn ich fühle mich hier in der Region und vor allem auch bei ZEISS richtig wohl.

Was genau waren bis jetzt Deine hauptsächlichen Aufgabenfelder bei ZEISS?

Mein Praktikum absolviere ich in der Konzernfunktion Kommunikation. In der Kommunikation gibt es verschiedene Teams mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Das gefällt mir besonders gut, weil dadurch die Aufgaben sehr abwechslungsreich sind. Als „Englisch-Experte“ überprüfe ich oft englische Texte oder recherchiere zu aktuellen Kommunikationsthemen. In Teamprojekten habe ich zudem die Möglichkeit meine eigenen Ideen einzubringen. In diesem Zusammenhang konnte ich bereits Erfahrungen in Social Media und in der internen Kommunikation sammeln. Auch Bereiche wie die Führungskräftekommunikation und Markenführung konnte ich bereits kennenlernen.

Hier bei der Konzernfunktion Kommunikation ist oft kreatives Denken gefragt. Das finde ich besonders spannend, da ich mich durch eigene Vorschläge beispielsweise zu Social Media Beiträgen selbst einbringen kann. Außerdem finde ich es super, dass es bei ZEISS ein Praktikantennetzwerk gibt.

Das Praktikantennetzwerk ist eine Initiative bei ZEISS, die von der Berufsausbildung ins Leben gerufen wurde: An den verschiedenen ZEISS Standorten auf der Ostalb treffen wir uns wöchentlich zum Mittagessen und einmal im Monat gibt es verschiedene weitere Aktivitäten. So waren wir zum Beispiel schon gemeinsam Schlittschuhlaufen und auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt. Der gute Austausch unter den Praktikanten hat mir persönlich sehr geholfen, mich hier zu integrieren, die Region besser kennenzulernen und in verschiedenen Lokalen die deutschen Speisen und Getränke auszuprobieren.

Du hast ZEISS jetzt schon ein bisschen kennengelernt – Was fasziniert Dich an unseren Produkten/ unserem Portfolio?

Aus meiner Sicht ist ZEISS einzigartig. Ich finde es faszinierend, wie groß das Produktportfolio von ZEISS ist und wie viele unterschiedliche und vor allem wichtige Anwendungen ZEISS ermöglicht – beispielsweise die Vielfalt an Mikroskopen und die künstlerisch einzigartigen Aufnahmen damit.  Außerdem gibt es viele außergewöhnliche medizinische oder optische Lösungen, mit denen man Menschen helfen kann. Durch besonderes mathematisches und technisches Wissen, sind viele Produkte einzigartig in Bezug auf die Präzision und Funktionalität.

Was war bis jetzt Deine größte Herausforderung für Dich in Deutschland?

Am Anfang war es natürlich eine Herausforderung, mich in einem anderen Land zurecht zu finden – obwohl ich schon seit 10 Jahren Deutsch lerne. Mittlerweile gibt es nur noch wenige kleine Herausforderungen. Dazu zählt zum Beispiel, dass ich am Wochenende oft alleine bin, da meine deutschen Mitbewohner dann oft mal nach Hause fahren. Aber etwas Positives hat das auch, denn dann ist die Waschmaschine immerhin frei…

Wie gefällt Dir die Region um Oberkochen?

Sie ist ohne Zweifel einzigartig und sehr schön, aber immer wieder erinnert mich das Wetter an England.

In der Nähe gibt es einige Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten. Falls man trotzdem mal woanders hinfahren möchte, ist man hier eigentlich gut vernetzt. Außerdem bin ich ein Fan des Schwäbischen Dialekts. Mittlerweile verstehe ich diesen immer mehr und finde als Engländer, dass es sogar leichter zu verstehen ist als zum Beispiel schottisch.

Neil ist Praktikant im Bereich Konzernfunktion Kommunikation
Besonders gut gefallen Neil die abwechslungsreichen Aufgabengebiete seines Praktikums.

 

Hast Du denn bereits Ausflüge unternommen? Wenn ja, welche?

Ja, ein Highlight war für mich die Reise nach Berlin. Mit dem Bus zu fahren, war zwar nicht die klügste Idee, aber es war sehr nett Freunde von der Uni zu treffen, die Sehenswürdigkeiten anzuschauen und die regionale Küche auszuprobieren. Allerdings schmeckt mir die Schwäbische Küche und das Essen im ZEISS Betriebsrestaurant immer noch am besten.

Wie unterhältst du dich mit deinen Kollegen bei ZEISS – auf Deutsch oder auf Englisch?

Da ich meine Deutschkenntnisse verbessern möchte, versuche ich immer auf Deutsch mit meinen Kollegen zu reden. Zwischenzeitlich finde ich es schwieriger mit internationalen Kollegen zu reden, da ich mich ständig erinnern muss, mich nicht auf Deutsch mit ihnen zu unterhalten. Bei ZEISS gibt es viele internationale Kollegen, die die unterschiedlichsten Sprachen sprechen. Um sich mit den Kollegen aus allen Ländern der Welt auszutauschen, gibt es bei ZEISS auch den International Club.

Was würdest Du anderen Schülern oder Studenten mit auf den Weg geben? Welchen Tipp hast Du für jemanden parat, der sich überlegt ein Praktikum im Ausland zu machen?

Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus – soll heißen, es ist am wichtigsten immer aktiv zu sein und in der Regel sind die Menschen immer sehr offen und versuchen zu helfen. Es mag Überwindung kosten, in einer anderen Sprache mit Leuten in Kontakt zu treten, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es immer besser wird. Aber man muss sich keine Sorgen machen, denn alle kleinen Herausforderungen bringen einen weiter!

Wie geht es nach dem Praktikum für Dich weiter?

Nach meiner Rückkehr nach England werde ich noch ein Jahr lang studieren bis ich mein Studium beenden werde. Da mir das Leben in Deutschland sehr gut gefällt, könnte ich mir auch gut vorstellen, später einmal in Deutschland zu arbeiten, am liebsten bei einer Firma wie ZEISS.

Was war Deine schönste Erfahrung, die Du bist jetzt in Deinem Praktikum erlebt hast?

Während meines Praktikums habe ich viele schöne Erfahrungen gemacht. Besonders gefallen hat mir der Besuch des Ulmer Weihnachtsmarktes. Dort habe ich einen Einblick in die deutsche vorweihnachtliche Zeit bekommen mit den verschiedenen deutschen Traditionen, wie Glühwein und Wurst. Allerdings hoffe ich, dass noch viele schöne Erfahrungen vor mir liegen…

 

 

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