Drei Fragen zur Führungskultur bei ZEISS

February 17, 2017 Julia Gentner

Mappes_Coating_Lab

Teil 1 der Serie beginnt mit Timo Mappes, Leiter Technology & Innovation sowie IT des Unternehmensbereichs Vision Care

Seit 2015 leitet Timo Mappes die Ressorts Technology & Innovation sowie IT der Carl Zeiss Vision GmbH und ist dabei weltweit für insgesamt rund 170 Mitarbeiter verantwortlich. Nach seiner Tätigkeit als Leiter einer interdisziplinären Forschungsgruppe am Karlsruher Institut für Technologie und als Visiting Professor in Dänemark und Frankreich kam er 2012 durch die Konzernfunktion Forschung & Technologie zu ZEISS. In unserer Reihe zum Thema #LeadershipCulture steht er uns heute Rede und Antwort.

Im Analyselabor: Timo Mappes (hinten im Bild) mit Michael Krieger (vorne) am Rasterelektronenmikroskop

 

Was macht für Sie eine gute Führungskultur aus?

Für mich bedeutet eine gute Führungskultur gegenseitiger Respekt und offener Umgang mit konstruktiver Kritik – in beiden Richtungen. Dabei stehen für mich sowohl der Erfolg des Unternehmens, als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter im Fokus. Die Motivation ist dabei das Wichtigste – die Arbeit soll den Kollegen Spaß machen – denn dann empfinden sie diese selbst bei hohem Zeitdruck nicht als drückende Last, sondern als einen Teil ihrer eigenen Erfüllung. Ich setze dabei stark auf situatives Führen. Das bedeutet, dass alle Kollegen fair, aber nicht alle gleich behandelt werden. Das ist natürlich aufwendiger als andere Führungsstile, aber man erreicht auch viel mehr, da man mehr auf die individuellen Stärken und Bedürfnisse der einzelnen Personen eingeht.

Timo Mappes (rechts im Bild) und Bernhard v. Blanckenhagen (links) im Forschungs- und Entwicklungslabor für optische Schichten

 

Wie leben Sie das Thema Führungskultur in Ihrem Bereich?

Wie erwähnt, ich setze auf situatives Führen. Mir ist es wichtig, die Kollegen proaktiv in Themen einzubinden, damit diese von sich aus Ideen vorbringen, weil sie wissen, dass sie die Freiheit dazu haben. Entscheidend ist für mich zudem Ansprechbarkeit zu leben und zu vermitteln. Das bedeutet, dass meine Bürotür für alle Kollegen offen ist. Ich glaube es ist ganz wesentlich authentisch zu sein. So lege ich ganz persönlich bspw. Wert darauf, per Handschlag zu begrüßen, das unterstreicht eine Art Verbindlichkeit und wird von den Kollegen positiv aufgenommen. Und dann sind es Kleinigkeiten: Aus Termingründen bestelle ich manchmal Kollegen zu kurzen Abstimmungen in mein Büro, doch wenn machbar gehe ich bei Fragen auch ganz spontan zu diesen an den Arbeitsplatz.

Natürlich habe ich die Erwartung, dass diese Grundeinstellung von der nächsten Führungsebene gelebt und auf deren individuelle Weise umgesetzt wird, damit eben alle Mitarbeiter erreicht werden und das Verhalten sich als Kultur etabliert. Mir ist es wichtig, die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter zu fördern, Stärken zu stärken und jede Situation persönlich anzupassen. Auf diese Weise können wir z.B. die Aspekte der ZEISS Strategie viel rascher aufnehmen und als Team umsetzen.

Was war Ihr größtes „Lessons Learned“ in Ihrer Führungsrolle?

Für mich war es interessant über die Jahre zu lernen, wie ich die einzelnen Kollegen zur besten Performance führen kann. Dabei ist es wichtig, die Menschen als Menschen zu sehen und individuell mit den Mitarbeitern umzugehen. Genau darum geht es beim situativen Führen: Mitarbeiter individuell zu betrachten und zu motivieren, um nicht nur für den Moment, sondern auch langfristig die beste Performance des gesamten Teams zu erzielen.

The post Drei Fragen zur Führungskultur bei ZEISS appeared first on ZEISS Karriere Blog.

Previous Article
Praktikum bei ZEISS: Verantwortung übernehmen und mitgestalten
Praktikum bei ZEISS: Verantwortung übernehmen und mitgestalten

Praktikum bei ZEISS: Verantwortung übernehmen und mitgestalten Erfahrungsbericht aus dem Bereich Strategi...

Next Article
„What the hack“
„What the hack“

„What the hack“ ZEISS Hackathon im Jenaer Kulturbahnhof Am Wochenende vom 27. bis 29. Januar 2017 kamen 7...