Abenteuer Ausland Teil 2: Muriel in den USA

December 21, 2017 Julia

Brooklyn Bridge NY

Hallo zusammen,

ich melde mich zurück aus Maple Grove. Die Zeit vergeht wie im Flug und die Heimkehr nach Deutschland rückt immer näher. In diesem Beitrag erzähle ich Euch ein wenig darüber, was ich in den letzten Wochen alles erlebt und welche Reisen ich bisher unternommen habe.

Muriel ist Duale Studentin bei ZEISS im Bereich Marketing, Medien und Kommunikation

 

Leben und Arbeiten in Maple Grove

Nach dem ersten Schnee und einem kleinen Vorgeschmack auf den kalten Winter der hier noch bevorsteht, ist das Wetter bis jetzt entgegen meiner Erwartungen noch relativ mild.

Nun zu meinen Tätigkeiten bei der Arbeit:

Unter der Woche hat sich mittlerweile der Alltag eingestellt. Meine Hauptaufgabe hier ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit meiner Abteilung in Deutschland. Hierbei geht es darum, nach interessanten Erfahrungen und Erlebnissen von Kunden (hauptsächlich von Unternehmen in den USA die ZEISS Messmaschinen nutzen) mit der ZEISS Industrial Metrology GmbH zu suchen und diese Informationen zu einer Geschichte für die ZEISS Stories Webseite aufzubereiten. Nebenbei unterstütze ich die Kollegen vor Ort bei kurzfristig anfallenden Aufgaben. Die Arbeitsatmosphäre hier ist wirklich angenehm und auch bei Fragen helfen mir meine Kollegen gerne weiter.

Anders als in Deutschland erhalten die Amerikaner nicht erst am Ende des Monats, sondern alle zwei Wochen ihr Gehalt. Deshalb findet jeden zweiten Freitag der sogenannte „Pay Day“ statt, bei dem es neben dem Geld auch reichlich Donuts, Bagels und frisches Obst kostenlos für alle Mitarbeiter gibt. Eine sehr leckere Tradition, an die ich mich echt gewöhnen könnte. Allgemein gibt es besonders in der Marketing Abteilung des Öfteren etwas zu Essen wie Sandwiches, Brownies oder Kekse. Was Essen angeht, ist man hier also immer bestens versorgt.

Der zweiwöchige „Pay Day“ wird mit Donuts und Bageln zelebriert

 

Ab und an werden Ausflüge, Barbecues, Spieleabende und vieles mehr von Kollegen aus anderen Abteilungen organisiert. Wir Praktikanten sind dann auch immer eingeladen. Das sind super Gelegenheiten, denn so lernt man nicht nur die amerikanische Kultur und Lebensweise besser kennen, es sind auch immer sehr unterhaltsame und witzige Abende. Sport Events sind ebenfalls sehr beliebt bei den Amerikanern und die Sportmannschaften in Minnesota sind momentan auch in fast jeder Sportart sehr erfolgreich vertreten. So habe ich zum Beispiel auch schon ein Ice Hockey Spiel der Minnesota Wilds und ein Basketball Spiel der Minnesota Timberwolves besucht.

 

Ausflüge in Minnesota

Am Wochenende bleibt dann auch noch Zeit, um die Gegend hier in Minnesota genauer zu erkunden. Meine ersten Ausflüge gingen natürlich in die Twin Cities Minneapolis und St. Paul, die mit dem Auto nur eine halbe Stunde entfernt sind. Apropos Auto: habe ich schon erwähnt, dass man ohne Auto hier echt aufgeschmissen ist? Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht wirklich und wenn man nur mal schnell zum Lebensmittel einkaufen gehen möchte, muss man schon über den Highway fahren. Auch Fahrrad und Fußgängerwege gibt es nur sehr wenige und wenn man dann doch mal zu Fuß unterwegs ist, wird man etwas komisch angeschaut.

Shopping Möglichkeiten gibt es dafür zur Genüge, neben der Mall of America (mit jährlich 42 Mio. Besuchern, das meistbesuchte Einkaufszentrum der Welt und bei ihrer Eröffnung 1992 die größte Shopping Mall in ganz Amerika) gibt es noch einige Outlets sowie kleinere Shopping Center ebenfalls ganz in der Nähe. Langweilig wird einem also nicht so schnell.

Die Wochenenden nutzt Muriel um die Gegend zu erkunden – hier den Gooseberry Falls State Park in Minnesota

 

Auch landschaftlich hat Minnesota einiges zu bieten. Ein Tagesausflug nach Duluth, ca. 3h Fahrt entfernt, hat mir wieder bewusst gemacht, wie riesig und weitläufig dieses Land ist, mit endlos langen Straßen, die einfach nur geradeaus führen. Duluth ist die viertgrößte Stadt in Minnesota und liegt direkt am Lake Superior. Die Stadt selbst hat mir nicht so gefallen, da alles sehr industriell und irgendwie verlassen gewirkt hat. (Vielleicht waren wir auch einfach zur falschen Jahreszeit dort, denn an dem Tag war es ziemlich kalt und die meisten Menschen waren daher vermutlich in ihren Häusern). Beeindruckend ist allerdings der Lake Superior (auf Deutsch: Oberer See) der mit einer Fläche von 82.103 km² zu den größten Süßwasserseen zählt und die drei US Bundesstatten Minnesota, Wisconsin und Michigan sowie die kanadische Provinz Ontario miteinander verbindet. Bei einem Blick auf den See, fühlt es sich an, als würde man am Meer stehen. Noch etwas weiter nördlich von Duluth befinden sich die Gooseberry Falls, wohin sich die extra Fahrt auf jeden Fall gelohnt hat. Die großen Wasserfälle waren bei unserem Besuch schon halb eingefroren und selbst der Fluss der sich von hier durch den Wald in Richtung See schlängelt, war an der Oberfläche schon gefroren, sodass Eisschollen auf der Wasseroberfläche trieben, echt ein beeindruckender Anblick.

 

Weitere Reisen in den USA

Auch 4 Tage Chicago und ein Thanksgiving Wochenende in New York standen bis jetzt auf meinem Reiseplan.  Chicago hat seinem Ruf als „Windy City“ alle Ehre gemacht, was uns allerdings nicht davon abhalten konnte, die meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß abzulaufen. Besonders in Erinnerung ist mir der einzigartige Blick auf die Stadt von den Skydecks auf dem Willis Tour sowie das Cloud Gate (auch „The Bean“ genannt) geblieben.
Ende November flog ich dann mit zwei weiteren DH-Studentinnen, die ich schon aus Deutschland kenne, für 6 Tage nach New York. Hier hatten wir die Möglichkeit die berühmte Macys Thanksgiving Parade live zu sehen. Außerdem stand auch viel Sightseeing auf dem Plan, wie zum Beispiel das Rockefeller Center, das Empire State Building und das Ground Zero Memorial, um nur ein paar der Wichtigsten zu nennen. Ein Spaziergang durch den Central Park und eine Bootstour auf dem Fluss vorbei an der „Statue of Liberty“ durften natürlich auch nicht fehlen. Neben alldem war der Blick von der Brooklyn Bridge bei Dämmerung auf die beeindruckende Skyline von Manhattan einer meiner persönlichen Highlights.

Bei einem Ausflug nach New York hatte Muriel die Möglichkeit die Macy’s Thanksgiving Parade anzusehen

 

Für mich geht es nun nach drei Monaten wieder zurück in die Heimat, wo ich mein Studium bei ZEISS in Deutschland beenden werde. Ich hoffe ich konnte Euch einen Einblick in das Leben als Auslandspraktikant bei ZEISS und meine persönlichen Eindrücke von der Zeit in Maple Grove geben – und hoffentlich auch Lust auf ein Auslandspraktikum machen.  Solltet Ihr offene Fragen haben könnt Ihr gerne die Kommentarfunktion des Blogs nutzen.

Liebe Grüße,

Eure Muriel

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