„Die eigene Komfortzone verlassen – zum Vorteil unserer Kunden“

March 20, 2018 Julia

Michael_Schieszl2

Senior Product Engineer Michael Schieszl berichtet über seine Erfahrungen im Bereich Softwareentwicklung bei den Digital Innovation Partners von ZEISS.

Michael, was hat sich in der Softwareentwicklungslandschaft verändert, seitdem Du angefangen hast zu arbeiten und wie denkst Du darüber?

Ich habe in einem sehr traditionellen und eher strengen Softwareentwicklungsumfeld angefangen. Dazu gehörten mehrjährige Softwarespezifikationen, Anforderungsanalysen, Architekturdiagramme, Sequenzdiagramme, usw. Das brachte viel Arbeit im Vorfeld mit sich, also noch bevor es überhaupt mit der Programmierung losging. Inzwischen ist die agile Transformation fast überall auf dem Vormarsch und wir verfolgen mittlerweile einen sehr schlanken und agilen Ansatz. Anstatt uns wochenlang intern abzustimmen, konzentrieren wir uns fast ausschließlich auf die Bedürfnisse der Kunden, die wir durch Interviews und Methoden wie Design Thinking ermitteln. Wir beginnen dann sehr zügig mit der Entwicklung und erproben die Ergebnisse direkt mit Kunden. Anschließend folgen schnelle Iterationen, solange bis alle Kundenanforderungen umgesetzt sind.

Erst kürzlich habe ich von unseren Kunden in den USA aus erster Hand erfahren, dass dieses Vorgehen sehr geschätzt wird – die Interaktion mit Kunden unseres Geschäftsbereichs Medizintechnik in der Bay Area verlief sehr positiv. Ein einjähriger Software-Release-Zyklus ist für die heutige Zeit schlicht zu lang, genau das wollen wir ändern.

 

Erzähle uns etwas über die Tools und Frameworks, die du täglich einsetzt.

Ich bin ein großer Fan von Microsoft Azure. Bevor ich 2016 zu ZEISS kam, hatte ich noch nicht mit Azure gearbeitet, aber das Microsoft Cloud-Angebot in Bezug auf Software-as-a-Service (SaaS) ist meiner Meinung nach einfach führend. Für die Programmierung verwende ich Visual Studio und Visual Studio Code, den Open-Source-Editor. Wir arbeiten heute hauptsächlich mit Javascript-basierten Bibliotheken und Frameworks wie NodeJS, Angular und React. Ich kann mir nicht vorstellen, in absehbarer Zeit wieder in Java oder C++ zu entwickeln.

Was ist der anspruchsvollste Teil deines Jobs und warum?

Ich nehme meine Katalysatorrolle im Bereich Digitalisierung bei den Digital Innovation Partners sehr ernst. Ich sehe mich auch als Vertreter des Kunden. Veränderungen in einem Unternehmen wie ZEISS anzustoßen, das über einen so umfangreichen technologischen Hintergrund und eine so langjährige Firmengeschichte verfügt, bringt viel Arbeit mit sich. In unserer Funktion müssen wir die Grenzen ausreizen, um jeden einzelnen ZEISS Mitarbeiter zu ermutigen, seine Komfortzone zu verlassen, Risiken einzugehen, Fehlschläge hinzunehmen und mit dem Kunden zusammenzuarbeiten, statt sich auf interne Erkenntnisse zu verlassen. Aber Veränderungen lassen sich nicht gewaltvoll erzwingen. Wir müssen ein umfassendes Verständnis für die bereits vorhandenen Prozesse und Technologien entwickeln, verständnisvoll und geduldig. Es ist so wichtig, die richtige Balance zu finden zwischen dem Ausreizen neuer Möglichkeiten und dem respektvollen Umgang mit Traditionen.

Welche Art von Person würde gut in Euer Team passen?

Jemand der leidenschaftlich ist und seine Meinung äußert, der kämpft und sich für das einsetzt, was er für richtig hält. Jemand, für den der Kunde immer an erster Stelle steht und der offen dafür ist, Neues zu lernen. Jemand, der schnell seinen Fokus verlagern und in einem Umfeld arbeiten kann, das sich ebenso weiterentwickelt wie man selbst. Ich freue mich über Kollegeninnen und Kollegen, die lieber chatten anstatt E-Mails zu schreiben und Cloud-basierte Zusammenarbeit Netzlaufwerken vorziehen. Ausgefallene, farbenfrohe Socken sind ein extra Bonus!

Was gefällt dir an der Arbeit bei den Digital Innovation Partners am besten?

Zum einen die talentierten Leute, die wir in unserem Team haben. In meinen Augen sind einige meiner Kollegen wahre Programmier-Rockstars, die sich zudem nicht zu schade sind, ihr Wissen mit weniger erfahrenen Kollegen zu teilen.

Zum anderen gefällt mir, dass wir alle möglichen coolen Technologien einsetzen. Wir beschränken uns nicht auf einen bestehenden Technologie-Stack – das wäre in der heutigen Welt, in der sich die Technologie so schnell verändert, auch nicht richtig. Sobald etwas cooles Neues der Community aufpoppt, probieren wir es aus und finden einen Weg, es zum Vorteil der ZEISS Kunden einzusetzen. Natürlich muss die Sicherheit dieser Lösungen gewährleistet sein. Da die Digital Innovation Partners sehr gut mit den ZEISS internen Rechts- und IT-Abteilungen vernetzt sind, können wir bei solchen Prozessen auch schneller als gewohnt agieren.

 

Hier geht es zu den offenen Stellen der Digital Innovation Partners. 

The post „Die eigene Komfortzone verlassen – zum Vorteil unserer Kunden“ appeared first on ZEISS Karriere Blog.

Previous Article
„Das absolut Coole an meinem Praktikum ist die Tatsache, dass ich innerhalb meiner Aufgaben selbstständig arbeiten darf.“
„Das absolut Coole an meinem Praktikum ist die Tatsache, dass ich innerhalb meiner Aufgaben selbstständig arbeiten darf.“

„Das absolut Coole an meinem Praktikum ist die Tatsache, dass ich innerhalb meiner Aufgaben selbstständig...

Next Article
„Worauf es ankommt? In der gesamten Region die richtigen Talente an Bord zu haben.“
„Worauf es ankommt? In der gesamten Region die richtigen Talente an Bord zu haben.“

„Worauf es ankommt? In der gesamten Region die richtigen Talente an Bord zu haben.“   Greg Smith ist seit...