„Es ist spannend zu wissen, dass meine Arbeit in einigen Monaten für Tausende von Menschen Auswirkungen haben wird“

May 2, 2018 Julia

Alex_Lonergan

Von Vancouver für sechs Monate nach Oberkochen: Alexander Lonergan absolvierte ein Praktikum in der Rechtsabteilung bei ZEISS. Was ihn dabei an den Themen Datenschutz und Whistleblowing gereizt hat und auf welche Fachkenntnisse es seiner Meinung nach besonders ankommt, hat er uns in einem Gespräch erzählt.

Alex, Du hast von November 2017 bis zum Frühjahr 2018 als Auslandspraktikant bei ZEISS in Oberkochen gearbeitet. Kannst Du uns ein wenig über Deinen Werdegang erzählen?

Ich stamme aus Vancouver in Kanada und studiere dort aktuell Jura. Bevor man in den USA mit dem eigentlichen Jurastudium beginnt, absolviert man zunächst einen Bachelor Studiengang. Vor meiner Zeit bei ZEISS habe ich deswegen bereits in verschiedenen Bereichen gearbeitet, unter anderem in der kanadischen Armee oder in Japan als Englischlehrer.

Wieso hast Du dich letztlich für ein Praktikum bei ZEISS entschieden?

Um ehrlich zu sein hat ZEISS sich für mich entschieden. Vermittelt wurde mir das Praktikum über das Co-op-Programm meiner Universität. Zuvor hatte ich mir einen praktischen Einblick in den Rechtsbereich eines Unternehmens erhofft und das habe ich durch mein Praktikum bei ZEISS letztlich auch erhalten.

 

 

Was kam Dir beim Gedanken an ZEISS zuerst in den Sinn?

Die Zukunft! ZEISS nimmt sowohl technologisch als auch rechtlich eine Vorreiterrolle ein.

An welchen Aufgaben hast Du dann konkret während Deines Praktikums gearbeitet?

In den ersten Monaten haben wir daran gearbeitet, den gesamten Konzern auf den neuesten Stand zu bringen, was die anstehenden Änderungen des EU-Datenschutzrechts betrifft. Meine Rolle war dabei in erster Linie die Informationsvermittlung. Im Laufe meines Praktikums hat sich mein Aufgabenbereich dahingehend weiterentwickelt, dass ich aktiv am Aufbau einer Datenbank mitgearbeitet habe, mit der nachverfolgt werden soll, wie ZEISS die erfassten personenbezogenen Daten verwaltet. Neben dieser Hauptaufgabe habe ich auch mehrere Memoranden zum Thema Corporate Compliance verfasst, die sich auf Änderungen gesetzlicher Regelungen in allen Ländern beziehen, in denen ZEISS aktiv ist.

Gab es während Deines Praktikums auch Herausforderungen, mit denen Du zu kämpfen hattest?

Die Sprachbarriere ist und bleibt eine Herausforderung. Mein Deutsch ist noch lange nicht perfekt. Auf der anderen Seite war ich für das Team aber auch insofern eine Bereicherung, da ich über muttersprachliche Englischkenntnisse speziell im juristischen Bereich verfüge. Eine klassische Win-win-Situation also.

Könnte Deinen Job auch jemand mit einem anderen beruflichen Hintergrund machen? Welches Know-how sollte man mitbringen?

Ich würde sagen, dass Jurastudenten aus allen Ländern für diese Position geeignet sind. Wie man Gesetze richtig auslegt, ist ohne vorherige juristische Ausbildung jedoch nur schwer zu erlernen. Wenn ich dem nächsten Praktikanten einen Rat geben könnte, wäre das, sofort mit dem Deutschlernen zu beginnen und die Unterlagen zum Vertragsrecht noch einmal durchzugehen, da sie sehr nützlich sein werden.

Was hat Dich rückblickend auf Deine Arbeit bei ZEISS besonders inspiriert?

Dass ich in einem Bereich arbeite, der noch völlig unerforscht ist. Die Gesetzgebung zum Datenschutz und Whistleblowing ist ein völlig neues Feld. Und es ist spannend zu wissen, dass meine Arbeit in einigen Monaten für Tausende von Menschen Auswirkungen haben wird.

Deine Erwartungen wurden also erfüllt?

Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. Vor meinem Praktikum wusste ich, dass ZEISS Objektive bei all meinen Fotografenfreunden sehr begehrt waren. Inzwischen weiß ich, dass ZEISS weitaus mehr als hochwertige Objektive herstellt. ZEISS ist ein großer Arbeitgeber, ein international bedeutendes Unternehmen, das viele Möglichkeiten in verschiedenen Arbeitsbereichen bietet.

Vielen Dank für das Gespräch, Alex. Möchtest Du unseren Lesern noch ein paar abschließende, persönliche Worte mit auf den Weg geben?

Nicht nur mein Praktikum hat mich richtig begeistert, auch privat habe ich mich sehr wohl in Oberkochen und Umgebung gefühlt. Aalen zum Beispiel hat den Charme einer Kleinstadt, bietet aber gleichzeitig genügend Freizeitmöglichkeiten, um mit einer Großstadt mithalten zu können. Was mir am Leben in Schwaben besonders gefällt, sind die kleinen Dörfer. In Kanada haben wir zwar jede Menge Natur, aber keine Kleinstädte mit schönen Stadtzentren und alten Kirchtürmen. Mit dem Fahrrad durch diese Dörfer zu fahren und unterwegs für ein kühles Bier anzuhalten, war einer meiner Höhepunkte während meiner Zeit in Deutschland.

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