„Ich bin immer wieder beeindruckt von dem Teamgeist und der Kollegialität hier bei ZEISS“

December 12, 2018 Julia

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Sonja ist 41 Jahre alt und arbeitet seit mehr als 13 Jahren bei ZEISS im Unternehmensbereich Semiconductor Manufacturing Technology (SMT). Dabei arbeitet sie an der Entwicklung von Projektionsobjektiven für die Halbleiterausrüstungsindustrie mit und übernimmt die Verantwortung für die optischen Eigenschaften des Produktdesigns. Vor ihrem Einstieg bei ZEISS hat sie Physik an der Universität in Bonn studiert und dort ihre Promotion im Bereich der theoretischen Kern- und Teilchenphysik abgeschlossen.

Wie haben Sie sich für Ihren Berufsweg entschieden? Wann wussten Sie, dass ein technisch-naturwissenschaftliches Studium das richtige für Sie ist?

Physik hat sich bei mir in der Oberstufe des Gymnasiums, als wir uns mit moderner Physik beschäftigten, als Wunsch-Studienfach herauskristallisiert. Wichtige Kriterien waren bei dieser Wahl für mich fachlicher Wissensdurst und die Tatsache, dass das in naturwissenschaftlichen Fächern übliche analytische Vorgehen meinen Fähigkeiten gut entspricht.

Im Grundstudium habe ich noch gelegentlich gezweifelt, aber als ich das Vordiplom geschafft hatte, war für mich klar, dass ich mit dem Physikstudium eine gute Wahl getroffen hatte.

 

 

Wie sieht Ihr Berufsalltag aus? Was umfasst Ihre berufliche Tätigkeit?

Bei den Projektionsobjektiven der SMT muss die Abbildung von Strukturen mit einer Präzision von wenigen Nanometern (Milliardstel Metern) erfolgen. Dazu müssen die Linsen eines Lithographie-Objektivs, das in der Fertigung von Halbleitern zum Einsatz kommt, bestimmte Anforderungen bezüglich der Material- und Oberflächenqualität erfüllen. Diese Anforderungen leite ich aus den Kriterien für die Abbildungsleistung ab. Dazu muss ich Simulationen durchführen und mit den Kollegen aus verschiedenen Fachabteilungen, die für die Einhaltung meiner Anforderungen verantwortlich sind, diskutieren.

In der Anlaufphase der Fertigung eines neuen Produkts unterstütze ich mit Simulationen die Analyse von auftretenden Problemen. Hinzu kommt das Führen kleiner Teams – was zum einen das Planen der anstehenden Aktivitäten zu einem Projekt innerhalb meines Themenbereichs umfasst, aber auch das fachliche Anleiten von neuen Mitarbeitern. Durchschnittlich verbringe ich etwa zwei Drittel meiner Arbeitszeit vor dem Rechner mit Simulationen und Programmieren von kleineren Skripten, Auswerten von Simulationen und Erstellen von Präsentationen und ein Drittel meiner Zeit mit Abstimmungsrunden, Diskussionen der Ergebnisse, projektbezogener Planung und fachlichem Coaching.

Was fasziniert Sie besonders?

Ich bin immer wieder beeindruckt von dem Teamgeist und der Kollegialität hier bei ZEISS. Natürlich gibt es gelegentlich auch unterschiedliche Sichtweise und Herangehensweisen, aber im Grunde arbeiten wir hier über die verschiedenen Bereiche hinweg sehr konstruktiv zusammen, um gute Produkte für unsere Kunden zu entwickeln und herzustellen.

Was war ein besonderes Highlight in Ihrem Berufsleben?

Ein Highlight war für mich die Leitung eines kleinen Forschungsprojekts. Die Idee dazu hatten wir in einem kleinen Kreis von Kollegen. In einem ersten Projekt war es uns gelungen zu zeigen, dass unsere Idee nicht nur auf dem Papier funktioniert. Nun ging es darum, nachzuweisen, dass die gewünschte Funktionalität auch mit der nötigen Genauigkeit eingestellt werden kann. Das Projekt begann damit, überhaupt einen Sponsor dafür zu finden, dann folgte eine grobe Planung von Inhalten, realisierbaren Versuchsaufbauten, Kosten- und Timingschätzungen. In der Umsetzungsphase steuerte ich Simulationen bei und wertete die Testergebnisse aus, koordinierte aber auch unser kleines Team von fünf bis sechs Personen. Wir konnten zeigen, dass unsere Lösung allen Anforderungen gerecht wird. In einem Produkt wird unsere Lösung zwar bisher nicht verwendet, trotzdem bin ich stolz darauf, dass wir eine realistische Alternative zeigen konnten.
Persönlich habe ich von diesem Projekt viel über Projektleitung und das Einwerben der Projektfinanzierung gelernt und habe es genossen, dieses Projekt von der Idee über die Umsetzung zu einem zumindest aus technischer Sicht erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Was raten Sie insbesondere den Mädchen im Hinblick auf die Berufswahl?

Wählt einen Beruf, der Euch interessiert und lasst Euch dabei nicht von Klischees beeinflussen! Nutzt die Chancen, die z.B. ein Girl’s Day oder die Berufsorientierung an der Schule bietet, um Euch einen Eindruck vom Arbeitsalltag in Eurem Wunschberuf zu verschaffen.

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